Wenn man ans Meer kommt
Ah ja. Wenn man ans Meer kommt, soll man zu schweigen beginnen. Ich hab's tatsächlich gefunden, dank Metager, der Suchmaschine über deutsche Suchmaschinen.
Da gab es unter anderem einen Artikel, der das Gedicht (das in der Tat von Erich Fried ist) zitierte, und ich will es hier nochmal tun:
Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen soll man den Faden verlieren
und den Salzschaum und das scharfe Zischen des Windes
ausatmen
und wieder einatmen
Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen sollen
nur Meer
Nur Meer
Nichts mehr wollen sollen. Das gefällt mir.
Und heute hab ich wieder am Meer gestanden, diesmal in Half Moon Bay. Hab den Salzschaum und das scharfe Zischen des Windes ausgeatmet und wieder eingeatmet und der Brandung gelauscht, die auf den Strand krachte.
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