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27. Januar 02

Wenn man ans Meer kommt

Ah ja. Wenn man ans Meer kommt, soll man zu schweigen beginnen. Ich hab's tatsächlich gefunden, dank Metager, der Suchmaschine über deutsche Suchmaschinen.
Da gab es unter anderem einen Artikel, der das Gedicht (das in der Tat von Erich Fried ist) zitierte, und ich will es hier nochmal tun:
  Wenn man ans Meer kommt
  soll man zu schweigen beginnen
  bei den letzten Grashalmen soll man den Faden verlieren
  und den Salzschaum und das scharfe Zischen des Windes
  ausatmen
  und wieder einatmen
  Wenn man den Sand sägen hört
  und das Schlurfen der kleinen Steine
  in langen Wellen
  soll man aufhören zu sollen
  und nichts mehr wollen sollen
  nur Meer
  Nur Meer

Nichts mehr wollen sollen. Das gefällt mir.
Und heute hab ich wieder am Meer gestanden, diesmal in Half Moon Bay. Hab den Salzschaum und das scharfe Zischen des Windes ausgeatmet und wieder eingeatmet und der Brandung gelauscht, die auf den Strand krachte.

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